50 Jahre Europäische Union
March 16, 2010 | Posted by Admin | Filed under templates, internet
Währungsunion und Verfassung
Eine Zeit lang sah es so aus, als würde sich der Versuch, eine wirtschaftlich und politisch starke Union innerhalb Europas zu schaffen, in der Herausgabe zahlloser Verordnungen und Beschlüsse erschöpfen. Doch 2002 erfolgte dann ein immenser Kraftakt von zwölf beteiligten Ländern, durch den die lange geplante Währungsunion entscheidend vorangebracht wurde: die Einführung des Euro. Bis 2011 wurde der Euro bereits in 17 EU-Mitgliedstaaten sowie in sechs weiteren zur Eurozone gehörenden Staaten als gemeinsame Währung eingeführt. Andere Länder führten den Euro noch nicht als offizielle Währung ein, richten die landeseigene Währung aber an dessen Wechselkurs aus.
Nicht ganz so
reibungslos wie die Einführung des Euro verlief die
Verfassungsgebung, die für 2004 vorgesehen war. Die EU bestand
zu diesem Zeitpunkt bereits aus 25 Mitgliedsstaaten. Um deren
Beschluss- und Handlungsfähigkeit zu verbessern, sollte ein
Vertrag über eine europäische Verfassung
unterzeichnet werden, der von Frankreich und den Niederlanden aber
abgelehnt wurde. 2007 wurde dann ein Reformvertrag beschlossen, der als
Vertrag von Lissabon im Dezember von den mittlerweile 27
Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde und 2009 in Kraft trat. Bereits im
Jahr 2000 hatte die EU in einer Charta die innerhalb der
Europäischen Union geltenden Grundrechte verkündet.
Durch die gemeinsame Charta wird die wirtschaftliche, politische und
soziale Gleichstellung aller Bürger Europas festgelegt. Die
einzelnen Abschnitte behandeln die Grundsätze von Freiheit,
Gleichheit, Solidarität, Recht und Menschenwürde.





